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Reinigung mit Rotwein - Neue Hightech-Textilien säubern sich selbst
Zu den modernen Anforderungen für Textilien zählt die schmutzabweisende Eigenschaft. Mit der Erforschung der Nanotechnologie wird fleckenlose Reinheit auch bald ohne Waschmittel möglich. Forscher der Saarbrücker Denkfabrik INM haben die erste abriebfeste Materialstruktur mit schmutzabweisendem Effekt entwickelt - so stark, daß auch Öle, Tenside, Klebstoffe oder Tinte kaum an Keramik, Glas, Metall, Kunststoff, Stein oder Stoff haften. Eine Milliarde Puffer pro Quadratzentimeter - die hauchdünne Beschichtung ist unsichtbar, denn Nanopartikel sind zu klein, um vom Licht erfaßt werden zu können. Der Antihafteffekt ergibt sich durch mikrometergroße Wellenstrukturen mit fluorierter Oberfläche oder dadurch, daß Nanopartikel aus der oberflächlichen Molekülstruktur herausragen: pro Millimeter rund 10.000 Noppen, auf denen die Kontaktmöglichkeit von Wasser, Öl oder Reinigungsmitteln auf ein Minimum reduziert wird. Die neuen Materialien behalten ihre Wirksamkeit auch nach der Wäsche. Der “Tefloneffekt" verknüpft diese Entwicklungen mit der Photokatalyse: Die schmutzabweisende Oberfläche soll dann auch keimtötend wirken, und zwar ohne Extrastoffe abzugeben.
Ein romantischer Abend zu zweit, Rotwein und Pasta. Doch plötzlich: Tomatensauce landet auf der Kleidung. Die Lösung: Ein beherzter Griff zum Glas und der Rotwein spült den Fleck weg, ohne selbst Spuren zu hinterlassen.
Das Vorbild in der Natur: die Lotusblume. An ihren Blättern perlt jede Art von Dreck einfach ab. Der Grund sind winzige, nur mit einem Spezialmikroskop sichtbare Unebenheiten auf deren Oberfläche. Sie bieten dem Schmutz keinen Halt und lassen ihn abrutschen. Für Geschirr wird der so genannte Lotuseffekt bereits genutzt. Um auch Kleidung zukünftig vor Dreck zu schützen, entwickelten Forscher nun eine besondere Imprägnierung: Chemikalien verändern die Textiloberfläche ganz gezielt. Die gewünschte unebene Stoffoberfläche bildet sich schließlich bei der Fahrt durch den Ofen. Bei einer Temperatur von 180 Grad verbindet sich die Imprägnierung mit der Faser. Quelle: http://www.weltderwunder.de/wdw/Technik/Hightech/ReinigungMitRotwein/ (Sendung vom 1.2.2004)
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