TEXBAC-Index

© und Screen-Design
  Baumann

Unterhaltsame Kleidung

Unterhaltsame Jacken

Philips und Levi Strauss haben gemeinsam die ersten „Wearable Electronics“ entwickelt. Sie entwickelten Jacken, die der TrägerIn eine transparente Benutzung von Mobiltelefon und MP3-Player ermöglicht, die beide in Taschen untergebracht sind. Mittels eines Mikrofons am Kragen und Ohrhörern wird telefoniert und Musik gehört. Der MP3-Player wird automatisch ausgeschaltet, wenn ein eingehender Anruf erfolgt. Gewählt wird per Sprache („voice recognition dialing“), der MP3-Player wird über ein textiles Bedienfeld im Ärmel der Jacke gesteuert. Die Schwachstromimpulse für die Steuerungen der integrierten Geräte erfolgen über leitfähige Textilfasern. Zum Waschen nimmt man lediglich den Elektronik-Einsatz heraus, die integrierten textilen Kabel, das Bedienelement und das Mikrofon werden einfach mitgewaschen.

Das CyberJacket wurde entwickelt, um der BenutzerIn Zugang zum Internet und zu ortsbezogenen Informationen relativ zum aktuellen Aufenthaltsort zu liefern (z.B. Tourist-Informationen). Dies wird mittels GPS und einer GSM-Modem-Verbindung zu einem Server realisiert.
Quelle: Philips

intelligente Jacke
MP3-Textilien

MP3-Jacke ist mit 599 Euro ein Hightech-Schnäppchen
"mp3blue", die schlaue Hightech-Neuheit von Rosner, hatte 2005 auf der Computermesse CeBit Premiere: In die Multi-Media-Jacke, verfügbar in beige und schwarz, wurden unspürbare elektrisch leitfähige Stoffbahnen eingenäht. Sie sind über ein kompaktes Elektronikmodul mit einer Stofftastatur am linken Ärmel, mit einem im Kragen angeschlossenen Headset und einem integriertem Mikrofon verbunden. Das Modul enthält einen MP3-Player, ein Bluetooth-Gateway und einen Akku, der die Elektronik bis zu acht Stunden lang versorgt.
Quelle: www.t-online.de (13.3.2006), “Mode der Zukunft: Heiße Hemdchen und jodelnde Jacken”

Quelle: Interactive Wear: http://www.interactive-wear.de/cms/front_content.php?idcat=36 (28.5.2006)

Die Komponenten sind so ausgelegt, dass die Elektronik und die Verbindungen zwischen den textilen Strukturen den Tragekomfort nicht beeinflussen, den Betrieb einfach und komfortabel gestalten und die Kleidung gewaschen werden kann, ohne das man die Elektronik entfernen muss.

Das Design-Konzept besteht aus vier Einheiten: Audio-Chip-Modul, abnehmbares Batterie-/Multimediacard(MMC)-Modul, Kopfhörer/Mikrofon und flexible Sensor-Tastatur. Die genannten Komponenten sind elektrisch über Gewebebänder mit implementierten Leitungen verbunden. Der Audio-Chip kann direkt mit Mikrofonen, Kopfhörern, Speichern, Tastaturen, Displays und Sensoren verbunden werden. Die Software definiert die Betriebsart des Audio-Moduls: MP3-Player, sprecherunabhängige Spracherkennung, Text/Sprach-Umsetzung, Musiksynthesizer etc. sind möglich. Das Modul misst nur 25 mm x 25 mm x 3 mm.

Das Batterie- und MMC-Modul (Gewicht rund 50 g) beinhaltet eine Li-Ionen-Polymer-Batterie für einen mehrstündigen Betrieb und wird mit einem einfachen Stecker an der Kleidung befestigt. Die MMC bietet eine Kapazität von 64 MB für digitale Audio-Daten. Das Modul kann einfach entnommen und per PC mit Daten versorgt werden. Die MMC kann auch mit digitalen Kameras oder mobilen Telefonen genutzt werden. en genutzt werden.

Audiomodule

Die flache Tastatur wird aus metallisierten Folien auf einem leitenden Gewebeband realisiert. Die Metallfolien sind mit einem adhäsiven Kleber befestigt, der in der Kleidungsindustrie genutzt wird. Ein winziges Sensor-Modul ist mit den Metallfolien verbunden und registriert die Betätigung der Pads. Das Kopfhörer/Mikrofon-Set ist ebenfalls über das Gewebeband mit dem Audio-Modul verbunden.

Ein wesentliches Kriterium für die Alltagstauglichkeit stellt die Verbindungsstruktur zwischen den Textilien und der Elektronik dar. Grundsätzliches Problem ist dabei der Größenunterschied der Strukturen, die im Mikrometerbereich bei den Chips und Millimeter-Bereich bei den Textilien liegen. Infineon setzt dabei auf zwei verschiedene Methoden. Einmal kann das Chip-Modul auf ähnliche Weise wie beim Wirebond-Verfahren mit den leitenden Gewebebändern verbunden werden. Im anderen Fall wird eine flexible Plastikfolie (ähnlich einer flexiblen Leiterplatte) mit aufgebrachten Verbindungs-Pads genutzt, die mit der textilen Struktur verklebt bzw. verlötet wird. In beiden Fällen sind das Modul und der Verbindungsbereich hermetisch gekapselt.

Audiomodule von Infineon

Quelle: www.infineon.com

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Motorradjacke1Shadow

Ein Motorradjacke der Fa. ShadowTS integriert Funktionen wie Mobil telefonieren und Unterhaltung per MP3-Player in einem. Die Elektronik ist im Bedienkomfort den Erfordernissen der Motorradfahrer angepasst. Der MP3 Player verfügt über ein Bluetooth Modul und wird über die eingebaute Docking Station an die Jacke angeschlossen. Dieser wird über ein Bedienungspanel im rechten Ärmel gesteuert. Mit die im Kragen befindlichen Kopfhörer und Mikrofon kann der Biker bequem Musik hören oder via einem Bluethooth fähigem Handy kommunizieren.
Quelle: http://www.shadowts.com/german/interactive.html  (31.7.2006)

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Kommentar Texbac:

Es ist kein wirklicher Fortschritt, wenn technische Entwicklungen, die in “Kunststoffform” seit langem zu unserem Alltag gehören jetzt in textiler Variante aufgelegt werden. Ob ein Button zum Anschalten des integrierten MP3-Players aus Plastik oder Gewebe ist, ist allenfalls ein taktil unterschiedliches Erlebnis. Keinesfalls handelt es sich dabei um eine erwähnenswerte  Entwicklung. Warum wird trotzdem ein solcher Hipe um die Peanuts gemacht? Für viele Kleidungshersteller ist die Kombination von Technik und Textil noch ziemlich neu. bereits geringe Fortschritte werden da lauthals gefeiert - auch wenn es bei nüchterner Betrachtung gar nichts zu feiern gibt. Hoffen wir gemeinsam, dass die Kunden einen kühlen Kopf behalten und  erst dann zugreifen, wenn es sich wirklich lohnt.

Besonders interessant bei Wearable Electronics ist die Energie(Strom-)Versorgung. Um die Wearable Electronics für den Kunden interessant zu gestalten und somit absatzfähig zu machen, müssen selbstverständlich auch innovative Neuentwicklungen erfolgen, welche die Stromversorgung zuverlässig sicherstellen. Natürlich kann man die electro textiles mit herkömmlichen Batterien, Knopfzellen oder Akkus betreiben, diese bedeuten aber hohe Kosten, zusätzliches Gewicht und evtl. erhebliche Umweltbelastung. Zwei Lösungsansätze für das Problem Energieversorgung sind die beiden folgenden Entwicklungen.

Thermogeneratoren
Ein wesentliches Kriterium für die komfortable Integration von Elektronik in „smarten“ Textilien ist eine sehr geringe Leistungsaufnahme und eine innovative Stromversorgung. Hierfür wurde das Konzept eines Thermogenerators entwickelt, der die Körperwärme zur Stromversorgung elektronischer Komponenten nutzt. Ziel dieses Ansatzes sind letztendlich Bekleidungs-Applikationen ohne Batterieeinsatz.
Miniaturisierte Thermogeneratoren können die Temperaturdifferenz zwischen der Körperoberfläche und der umgebenden Kleidung zur Erzeugung von elektrischer Energie nutzen. Dieses Prinzip wurde bereits in speziellen Applikationen wie etwa der Raumfahrt eingesetzt. Neue thermoelektrische Materialien, reduzierte Leistungsaufnahme der Chips und geringere Produktionskosten erschließen nun ein erweitertes Anwendungsfeld.
Infineon hat z.B. einen neuen Silizium-basierten Thermogenerator-Chip entwickelt, der eine elektrische Ausgangsleistung von einigen Mikrowatt/cm2 erreicht. Untersuchungen von Infineon haben gezeigt, dass unter moderaten Umgebungsbedingungen Temperaturunterschiede von mindestes 5 °C zwischen der Kleidung und der Hautoberfläche auftreten. Unter diesen Gegebenheiten kann der neue Thermogeneratorchip mehr als 1,0 Mikrowatt/cm2 und eine Spannung von 5 V/cm2 bereitstellen, ausreichend für den Betrieb von speziellen medizinischen Sensoren oder Mikroelektronik-Chips. So könnten z.B. mit einer entsprechenden Implementierung in „smarter“ Kleidung Puls, Herzschlag oder Körpertemperatur überwacht und zur Anzeige drahtlos an eine Armbanduhr übertragen werden. Auch eine Anwendung mit modernen Hörgeräten ist denkbar, wobei der relativ hohe Kostenaufwand für die Batterien reduziert werden könnte.

Audio-Stromversorgung

High-Tech-Schuh
Der Strom kommt aus den Sohlen. In der Schuhsohle steckt ein Apparat, der Energie auf piezoelektronischem Weg liefert. Die Technik beruht auf Materialien, die unter Druck elektrische Spannung erzeugen – genug um einen Akku aufzuladen.
Bei einem anderen Verfahren wird der Strom durch einen winzigen Dynamo im Absatz erzeugt. Auf Schritt und Tritt dreht sich dieser durch die Laufbewegung. Beide Sohlenkraftwerke leisten bis zu 150 Milliwatt.
Solarzellen
Solarmodule speichern die Sonnenstrahlen und wandeln sie in Energie um.

Audio-Stromversorgung über den Schuh
MP3Weste

MP3-Weste von Infineon
Bild: http://avantex.messefrankfurt.com/ (8.7.2006)

Kurioses

Kuriositäten - sicher keine Lösungen:

Unten links: Unterhaltsame Kleidung - dieses Ding kommt eher aus einem Gruselkabinett für Fehlentwicklungen. Es ist nicht zwingend innovativ, wenn sich ein Mensch einen überdimensionierten Schal mit einem TFT-Display um den Hals hängt.

Unten rechts:  Der mobile Assistent - Der PC zum Anziehen, xybernaut GmbH . Es ist auch nicht sehr innovativ, sich einen Rechner umzuschnallen. Außerdem - was ist daran neu? Jedes PDA kann heute mit einer solchen oder besseren Tastatur ausgestattet werden und eine Online-Kamera bietet heute jeder Kaffeeröster um die Ecke für wenige Euros an. Völlig antiquiert ist der monströse Kopfhörer mit angedockter Webcam - da gibt es in jedem Elektronikladen viel Besseres.

intelligenter Schal
tragbarerComp
Solartex_Jacke-400
ComputerShirt

Bilder: http://avantex.messefrankfurt.com (9.7.2006)

Anzug mit wearable Computer, Klaus Steilmann Institut (D)

Kommentar Texbac:

Bei allem Verständnis für Messeunikate - aber das Ding sieht doch reichlich zusammengehauen aus. Wer will schon scheinschwanger mit einem Notebook vor dem Bauch durch die Gegend latschen?

Selbst vor Lederhosen macht das Entertainment nicht halt! (oben) Tracht und Hightech – das passt! Der Münchner Trachtenspezialist Lodenfrey stellt auf der Sportmesse ISPO Summer einen Multimedia-Janker vor. In dem Hightech-Janker sind Funktionen wie „Mobil telefonieren per Bluetooth“ und ein „MP3-Player“ eingebaut. Bedient werden diese technischen Features über eine textile Tastatur am Ärmel.
So kann der innovative Trachtler von heute stilecht im Biergarten sitzen, seine Lieblingsmusik auf dem 512 MB großen Speicher des MP3-Players hören und gleichzeitig Anrufe empfangen. Der Sound vom MP3 Player verstummt, sobald ein Anruf ankommt – über das Mikrofon im Kragen des Jankers wird gesprochen, über die integrierten Kopfhörer gehört.

Hier ein Entwurf präsentiert auf der ISPO 2006

Da jodeln die Lederhosen!

Und wer auch beim tauchen nicht auf seine mp3-Berieselung verzichten möchte findet den umschnallbaren und wasserfesten Player auf der ISPO 2006 (unten)

Auch zu Stromversorgung haben sich die Textildesigner so ihre Gedanken gemacht. Hier eine Jeanskjacke mit aufgenähten Solarzellen (Solartex-Jacke, ausgestellt auf der ISPO 2006)

In den Multimedia-Janker sind elektrisch leitfähige Stoffbahnen unspürbar eingenäht, über die ein kompaktes Elektronikmodul mit einer Stofftastatur am linken Ärmel und den im Kragen angeschlossenen Kopfhörern und dem ebenfalls integrierten Mikrofon verbunden sind. Das Modul, entwickelt von Interactive Wear, enthält einen MP3-Player mit 512 MB Speicher, ein Bluetooth-Gateway, über das ein Mobiltelefon angesteuert wird, sowie einen Akku, der die Elektronik bis zu acht Stunden lang versorgt. Zum Reinigen der Jacke muss lediglich das Elektronikmodul aus seiner Halterung genommen zu werden.

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HandyimKissen

Bluetooth-Kissen sorgt für entspannte Telefonate

Das smarte Kissen von Urban Tool ermöglicht ein Telefonieren per Kissen. Das weiche Kissen verbindet sich via Bluetooth mit dem Mobilfunkgerät. Erhält der Nutzer einen Anruf, kann das Gespräch direkt am Kissen angenommen werden - entspannt auf dem Sofa liegend, im Bett oder vor dem Fernseher.
Das ist Kissen ist mit einem Baumwollsamtbezug bekleidet und misst 66 x 30 x 13 Zentimeter.
Quelle: http://www.inside-handy.de/news/8202.html (16.3.2007)

Noch sind Batterien ein leidiges Thema und allzu schnell leere Akkus ein Ärgernis für den Benutzer moderner Elektronik. Vielleicht nicht mehr lange, jedenfalls bei den Wearable Electronics, die sehr wenig Strom brauchen:
Infineon hat Thermogeneratoren entwickelt, die aus Körperwärme Strom erzeugen. So liefert der Prototyp aus dem Infineon-Labor aus der Differenz zwischen der Hautoberflächen- und Außentemperatur schon jetzt genügend Leistung, um eine Digitaluhr oder einen Pulsmesser zu versorgen. Sportler könnten damit ihre Körperwerte während des Trainings kontrollieren. Auch Hörgeräte könnten möglicherweise in Zukunft so betrieben werden.
Dieser Thermogenerator, aber auch die neue Grundlagentechnologie an sich hat Infineon bereits den Avantex-Innovationspreis eingebracht, mit dem Entwicklungen im Bereich Hightech-Textilien ausgezeichnet werden.

Sunload_Tasche1

Die SolarBag ist mit einem Solarpanel und einem Stromspeicher ausgerüstet. Durch die innovative Ladeelektronik werden mit Hilfe der Sonnenenergie, die durch das Solarpanel in Strom umgewandelt wird, Speicherakkus geladen. Die internen Speicherakkus werden dann zum Betrieb der angeschlossenen Geräte, wie beispielsweise Handy, iPod, MP3-Player, Playstation Portable, Notebook und PDA genutzt.

Quelle: http://www.sunload.de (29.1.2008)

SolarShopper

Die outdoor-fähigen Taschen für Handys, PDAs, mp3-Player, Kameras oder Laptops sind mit leichten, flexiblen Solarpanelen ausgestattet, die das Laden der Endgeräte in der freien Natur ermöglichen.

TECHNICAL FEATURES // power : 3W (system) / 1,5W (solar) power bank out : 5V (USB) / 6V (DC-out) power bank input : 5V; 500 mA solar panel output : 4,5V; 300 mAh auxiliary battery: 3,7V; 900 mAh rechargeable lithium polymer dimension (purse): 225mm x 55mm x 75mm (closed)

Bild: SolarShopper (2.3.2008)

HandschuhBluetooth

Die Firma Texsys aus München stellt einen Bluetooth-Handschuh vor. Mit Sensortasten am Handrücken können Sie Handy-Gespräche annehmen und beenden.

Quelle: www.texsys.de (29.1.2008)

 Technische Daten

• Bluetooth 2.0 complient
• Unterstützt Headset und Handsfree Mode
• Ist zu mehr als 80% der bestehenden Mobile-Telefon Modelle kompatibel
• Two Button Kontroll-Panel
• Voice Dialing Complient
• Vibrations– und Visual Alarm
• Standby ca. 240h
• 48h Sprechzeit
• Wiederaufladbare Polymer Lithium Ion Batterie
• Quick Recharge Mode lädt Batterie in 2 Stunden
• Wasserdicht verschlossenes Elektronik-System

musikalischeTextilien

Auch das gibt es:

musikalische Gewebe:

Soft Circuits waren der absolute Renner auf der Fashion Show. Dieses Armband von Leah Buechley registriert Bewegungen und meldet sie einem Computer. Je nach Bewegung spielt der PC einen bestimmten Klang ab. Eine schöne Spielerei.

Quelle: http://www.silicon.de/ (16.5.2008)